Jahresprogramm

Der Röhlinwald bei St. Georgen–vom Zankapfel zum Vorzeigemodell

Datum:
Donnerstag, 21. Mrz 2019
Uhrzeit:
19:00
Ort:
Geschichtstruhe St. Georgen, Bärenplatz 13

Um den Röhlinwald, einst Klosterwald, der durch Beweidung und Misswirtschaft arg gelitten hatte, nach der Säkularisation sodann Staatswald, wurde Jahrzehnte lang erbittert gestritten, denn die Bürger der Bergstadt waren auf die Holznutzungsrechte angewiesen, die ihnen schon zu Klosterzeiten verbrieft worden waren. Im rauen Gebirgsklima war man existenziell auf ausreichend Brennholz angewiesen. Schon früh kam daher beim Fiskus die Idee auf, die alten Rechte abzulösen, indem ein Teil des Röhlinwalds abgetrennt und von Staatswald in Stadtwald umgewandelt werden sollte. Doch die Frage, wie viel Waldfläche der Stadt hierbei eigentlich zustand, beschäftigte die Gerichte durch mehrere Instanzen hindurch, weil man sich nicht einig werden konnte, wie viel Brennholz ein Haushalt überhaupt benötigte und welcher nachhaltige Holzertrag auf welcher Fläche überhaupt zu berechnen war. Gestritten wurde mit Haken und Ösen, auf Seiten der Stadträte wie der Forstverwaltung.
Wolf Hockenjos, langjähriger Forstamtsleiter in Villingen und Buchautor, zeichnet die wechselvolle Geschichte des Röhlinwalds bis in die Gegenwart nach und kann nach all den  Irrungen und Wirrungen sogar von einem erstaunlichen Happyend berichten.

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